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Pool-Wärmepumpe POOLSANA InverPRIME Green (R290) 

Die InverPRIME Green von Poolsana – erste R290-Serie. Aufbau, Display, App, COP & meine Messwerte ehrlich erklärt. #TomTuT #Poolheld

Wenn du auf dem Display einen Fehlercode siehst, oder den Gerätestatus sehen möchtest, kannst du hier direkt in der Tabellen finden:

Ich schaue mir die POOLSANA InverPRIME Green an – eine ganze Modellreihe an Pool-Wärmepumpen und die erste Serie bei Poolsana mit dem Kältemittel R290. Ich zeig’ dir Lieferung, Aufbau, Display, App, Modellauswahl und so weiter …

Inhalt

R290 Kältemittel

Das Kältemittel R290, im Prinzip Propan. Es hat einen sehr niedrigen GWP-Wert – das „Global Warming Potential“, also wie stark ein Stoff zur Erderwärmung beiträgt, wenn er entweicht. Bei R290 liegt der bei rund 3, beim ebenfalls verbreiteten R32 bei etwa 675.

R32 ist deswegen nicht „böse“. Im geschlossenen Pool-System bleibt das Kältemittel im Gerät, im Normalbetrieb entweicht nichts. Im Alltag merkst du davon also schlicht nichts. R290 ist eher der zukunftssichere Grundgedanke – beim Thema Kältemittel wird das in den kommenden Jahren immer wichtiger.

⚠️ Sicherheitshinweis: R290 ist brennbar. Im geschlossenen System ist das kein Thema, aber der Aufstellort muss gut belüftet sein – keine offenen Flammen, keine Funken, keine Hitzequellen daneben. (Auf dem Typenschild meines Musters stehen übrigens 350 g R290 – jedes Modell hat seine eigene Füllmenge.)

Lieferung – Europalette per Spedition

Die Wärmepumpe kommt auf einer Europalette per Spedition zu dir. Einen Teil vom Lieferumfang siehst du schon außen an der Palette – an den Rest kommst du gleich, wenn du ein bisschen schraubst.

Lieferumfang – das Gehäuse seitlich öffnen

Für den kompletten Lieferumfang öffnest du das Gehäuse seitlich: Schrauben weg, Abdeckung nach unten hin öffnen.

💡Tipp: Diese seitliche Klappe geht weiter nach unten, als die Wärmepumpe am Boden montiert ist. Plan dir den Platz unten gleich mit ein, falls du später nochmal seitlich rein willst.

  • Gummifüße zur Vibrationshemmung,
  • Betonanker zum stabilen Festschrauben,
  • die 50-mm-Wasseranschlussstutzen,
  • einen Kondenswasserschlauch,
  • und eine Winterabdeckung.

Kondenswasser

💡 Plan beim Betonfundament gleich einen Bodenablauf oder Kanalschacht mit ein, damit das Kondenswasser sauber abläuft – das spart dir später die Pfütze unterm Gerät.

Der Wasseranschluss sitzt hinten links. Bei anderen Wärmepumpen muss ich das Gerät immer kippen, um unten in der Mitte an den Auslauf zu kommen – das fällt hier weg.

Aufstellort & Maße

Damit die Luftdurchströmung funktioniert – hinten warme Luft rein, vorne übers Lüfterrad raus – brauchst du ringsherum genug Abstand. Nie in einen geschlossenen Raum stellen.

Das Gewicht unterscheidet sich je nach Modell (kleine Modelle rund 41–47 kg, die 17/21 zwischen 71 und 79 kg) – richte Fundament und Maße auf dein gewähltes Modell aus. Die konkreten Werte stehen in der Datentabelle weiter unten.

Wasseranschluss – Teflon rechtsrum, handfest

Erst die Stopfen entfernen, dann die Gewinde mit Teflonband vorbereiten – und zwar rechtsherum gewickelt, in dieselbe Richtung, in die du gleich einschraubst.

💡 Ein, zwei Lagen reichen – zu viel Teflonband macht das Gewinde zu dick und drückt beim Einschrauben. Den Wasseranschluss drehst du dann einfach handfest oben und unten ein, ohne Werkzeug.

Dass der Stutzen nicht ganz plan am Gehäuse anliegt, ist gewollt: dazwischen sitzt ein Gummi, der Abstand stimmt und dichtet sauber ab. Am Gegenstück sitzt außen nochmal ein Dichtring.

Die Verrohrung läuft über die 50er-Verschraubung, das Gegenstück muss eigentlich geklebt werden. Da ich am Kanal ständig wechselnde Wärmepumpen habe, nutze ich eine Wechsel-Lösung – für deinen dauerhaften Anschluss würde ich fest verkleben. Merke: kaltes Wasser unten rein, warmes oben raus. Auch hier reicht handfestes Zudrehen.

💡Winter: Heb die kleinen Stutzen auf! Im Winter steckst du sie wieder drauf – dann überwintern dir keine kleinen Tierchen in der Wärmepumpe.

Lesetipp: 💡 Pool-PVC kleben: drehen oder nicht drehen? – warum du beim Kleben axial schieben und nicht drehen solltest. Und für den Winter: Pool-Inverter-Wärmepumpe einwintern.

Bypass öffnen – und mein kleines Missgeschick

Vor dem Stromanschluss öffne ich erst den Bypass, um zu prüfen, ob das Wasser sauber durchläuft.

⚠️ Und – oha – bei mir lief’s nicht sauber. Die Wechsel-Muffe hat direkt bewiesen, dass sie nicht überall taugt. Im Technikraum, an der Dosieranlage, nutze ich sie gern – aber da sitzt alles in starren Rohren. Hier draußen war das eine andere Geschichte. Die Muffen sind nicht schlecht, aber eben nicht überall gut. Für den festen Anschluss bleibt’s beim Verkleben.

Lesetipp: 💡 Warum eine Wärmepumpe an einen Bypass gehört und wie du ihn richtig einstellst:

Das Manometer zeigt Kältemitteldruck – nicht den Wasserdurchfluss

Ein Punkt, der gern falsch verstanden wird: Lass ich Wasser in die ausgeschaltete Wärmepumpe laufen, bewegt sich am Manometer nichts – obwohl das Wasser eindeutig fließt. Erst beim Heizen wandert die Nadel.

Der Grund: Das Manometer zeigt nicht den Wasserdurchfluss und auch nicht die Wassertemperatur, sondern den Kältemitteldruck. Nützlich ist es trotzdem – ob genug Wasser fließt, ergibt sich aus dem richtig eingestellten Bypass. Aber verwechsel die beiden nicht: Manometer = Kältemitteldruck, nicht Wasserdurchfluss.

Mindestdurchfluss – das musst du vorher checken

Damit der Heizkreislauf effektiv arbeitet, muss deine Filterpumpe genug Wasser durch die Wärmepumpe schieben. Jedes Modell hat einen eigenen Mindestdurchfluss (Green 7: rund 3,3 m³/h, Green 21: rund 9,1 m³/h) – die genauen Werte stehen in der Datentabelle unten.

💡 Mein Tipp: Ob deine Pumpe das schafft, prüfst du am einfachsten mit einem Durchflussmesser. Den gibt’s für kleines Geld – und er erspart dir später die Fehlersuche.

Lesetipp: 💡 Durchflussmesser – wie du misst, wie viel Wasser wirklich durch deine Technik läuft. Praktische Rechner zur Pumpen-Auslegung im Poolheld-Werkzeugkoffer.

Poolheld Werkzeugkoffer

Ein Werkzeugkoffer ist für den Poolheld unerlässlich. Hier findest du hilfreiche Rechner für dein Poolprojekt: ↗️ Poolheld.de/Werkzeugkoffer

Eigene Pumpe anschließen (P1/P2) – Vorsicht mit der Leistung

Du kannst eine eigene Pumpe seitlich an die Klemmen P1 und P2 hängen – sie läuft dann synchron mit der Wärmepumpe und deinem Zeitplan an.

⚠️ Wichtig: Maximal 1000 Watt (etwa 5 A). Für eine größere Pumpe brauchst du ein Leistungsrelais – das besprichst du sowieso mit deinem Elektriker. Ich bin kein gelernter Elektriker, also machst du Strom-Themen auf eigenes Risiko.

Ich selbst nutze einfach meine Filterpumpe, die die Wärmepumpe mit durchflutet – P1/P2 brauche ich dafür gar nicht.

Display & Bedienung

Tastensperre lösen

Das Bedienfeld reagiert erst ohne Schloss: lange auf den Power-Button drücken, schon ist die Tastensperre raus.

Werkseinstellung wiederherstellen

Alle OBEREN Tasten gleichzeitig für drei Sekunden drücken. Nicht die Power-Button-Taste. Das habe ich im Video nicht richtig gesagt 🙂 

Es piept zweimal, die Werkseinstellungen sind zurück.

💡App: Über die App geht das auch: bei den drei Punkten „Gerät entfernen“ → „trennen und löschen“. Das ist im Prinzip ein Werksreset, der die Pumpe sauber aus der WLAN-Konfiguration wirft. Danach richtest du sie frisch neu ein.

Uhrzeit einstellen

Einmal kurz auf die Uhr tippen → Stunden, nochmal → Minuten, nochmal → gespeichert.

Timer am Display setzen und löschen

Die Uhr lange (3 Sekunden) drücken bringt dich in die Timerfunktion mit drei Zeitfenstern: Startzeit setzen (Stunde, Uhr, Minute, Uhr), dann Ausschaltzeit – weiter geht’s in Timer zwei und drei. Zum Löschen wieder lange auf die Uhr und alles auf 0 Stunden / 0 Minuten stellen.

⚠️ Wichtig: Dieser Display-Timer hat nichts mit dem App-Timer zu tun – nicht verwechseln.

Gerätestatus auslesen (Tabelle: A01–A22)

Halt die Pfeil-runter-Taste drei Sekunden gedrückt, dann zeigt die Anlage nacheinander die A-Werte: A01 die Wassereinlauftemperatur, A02 die Auslauftemperatur, A03 die Umgebungstemperatur und so weiter. Praktisch, um zu sehen, was die Anlage gerade tatsächlich misst. Die komplette Liste hab ich dir hier in den Blog gepackt:

CodeParameter
A01Wassereinlauftemperatur (°C)
A02Wasserauslauftemperatur (°C)
A03Umgebungstemperatur (°C)
A04Abgastemperatur (°C)
A05Ansaugtemperatur (°C)
A06Cool-Temp (Abtautemperatur) (°C)
A07Cooling-Coil-Temperatur (°C)
A08Öffnung elektr. Expansionsventil
A09Reserviert
A10Stromstärke Kompressor (A)
A11IPM-Temperatur (°C)
A12DC-Bus-Spannung (V)
A13Kompressordrehzahl (U/min)
A14Lüftermotordrehzahl (U/min)
A15Reserviert
A16Mainboard-Version
A17Fehler-Log 1 (letzter)
A18Fehler-Log 2
A19Fehler-Log 3
A20Fehler-Log 4
A21Fehler-Log 5
A22Kältemittelkonzentration

Modus: Heizen, Kühlen, Auto

Einmal die Power-Taste, und die Anlage bietet direkt Heizen im Smart-Modus an. Mit der M-Taste wechselst du durch: Auto (hält die Temperatur, kühlt notfalls runter), Kühlen, zurück zum Heizen (Sonne).

⚠️ Achtung beim Auto-Modus: Mit vorgeschalteter Solarheizung kann die Anlage anfangen zu kühlen, sobald richtig warmes Wasser vom Dach kommt. Dann lieber bewusst auf Heizen stellen.

Silent, Boost & Smart

Die Modus-Taste lange drücken schaltet durch drei Leistungsstufen: Power/Boost (volle Leistung), Silent (leiser, gedrosselt) und Smart (die Anlage entscheidet selbst). Beim Kühlen dieselben drei – nur im Auto-Modus nicht verstellbar, der hängt fest mit Smart zusammen.

Zieltemperatur einstellen

Einen aktiven Modus wählen, Pfeil nach oben oder unten drücken („Set“), z. B. 27 °C, Power-Taste – fertig. Leider zeigt das Display nicht sauber die IST- und SOLL-Temperatur gleichzeitig an. in der App ist das an sich besser zu erkennen. 

Verzögerung – gib der Anlage Zeit

💡 Nach Ein-/Ausschalten oder einem Moduswechsel benötigt die Anlage einen Moment, bis sie ihren Modus eingestellt hat. Keine Panik, wenn sie nicht sofort wie eine Lampe reagiert – das ist bei einer Inverter-Wärmepumpe normal.

Manuelle Abtauung

Ist die Anlage hinten an den Kühlrippen vereist, erzwingst du das Abtauen mit Modus-Taste + Pfeil-runter – nach einem Moment erscheint die Schneeflocke mit Tropfen. Sie macht das aber auch automatisch, du musst es nicht erzwingen. (Eis kann übrigens auch im Sommer entstehen, das ist normal.)

°C oder °F

Die Einheit wechselst du mit Power-Taste + Modus-Taste von Celsius auf Fahrenheit – und zurück.

Schreib mir in die Kommentare, ob du tatsächlich den Wert auf Fahrenheit gestellt hast. Es wäre dann interessant, warum du das machst 😉 

App-Steuerung (Tuya / SmartLife)

In der Anleitung wird die SmartLife-App (Smartlife-App ↗) vorgeschlagen. Ich nutze bei mir die Tuya-App (Tuya-App ↗), weil ich möglichst „alles“ per HomeAssistant und TUYA lokal ansteuern möchte. (Sofern das immer klappt, was nicht dauerhaft garantiert ist.) Beides funktioniert. 

AP-Modus

Reicht dein WLAN nicht in den Garten oder willst du keine Internetverbindung, nutzt du den AP-Modus: Die Wärmepumpe sendet einen eigenen Access Point aus und verbindet sich direkt mit deinem Handy. Aktivieren mit Pfeil-runter + Power-Taste.

EZ-Modus

Der EZ-Modus ist der Standard. Damit richtest du die Wärmepumpe wie ein normales Gerät in deinem Heimnetzwerk ein. Das ermöglicht es dir, die Wärmepumpe über das Internet und der App auf deinem Smartphone dauerhaft erreichbar zu machen. 

⚠️ Wichtig: Die Anlage kann nur 2,4 GHz, kein 5 GHz. Für den EZ-Modus Pfeil-hoch + M-Taste gleichzeitig drücken – dann blinkt die Anzeige deutlich schneller (das Indiz für diesen Modus).

Die ganze App-Beschreibung und Funktionen werde ich in diesem Blogartikel nicht erneut aufdröseln. Das habe ich im Video gezeigt und es kann sich ohnehin nach einem Softwareupdate immer was ändern. 😉 Klick den Button hier, dann leite ich dich im YouTube-Video genau an die Stelle der App Demo. 

Modellauswahl & COP

Welche Green passt zu deinem Pool? Die Daten aus der Anleitung hab ich in diese Tabelle gepackt. Markiert ist die Green 10 – die Wärmepumpe, die du im ganzen Video siehst, ausgelegt für 20–30 m³. Das passt bei mir gerade noch an der Obergrenze.

ParameterGreen 7Green 10Green 13Green 17Green 21
Empf. Poolgröße (m³)< 2020–3030–4035–4545–55
Heizleistung Luft 26°C (kW)1,53–7,732,32–10,593,21–13,413,98–17,284,88–21,19
Leistungsaufnahme 26°C (kW)0,08–1,120,12–1,530,17–1,920,21–2,480,26–3,06
COP (26°C)18,7–6,8818,85–6,9418,97–6,9918,86–6,9718,75–6,92
Heizleistung Luft 15°C (kW)1,31–5,741,81–7,922,39–10,112,97–12,883,63–15,85
COP (15°C)8,33–5,178,49–5,248,57–5,288,51–5,278,39–5,20
Empf. Wasserdurchfluss (m³/h)3,324,555,777,439,11
Max. Stromstärke (A)6,548,4110,5913,7016,78
Sicherung (Typ D)16 A16 A16 A16 A20 A
Schalldruck auf 1 m (dB(A))< 42< 42< 43< 43< 46
Netto-Gewicht (kg)4146477179
Abmessungen B×T×H (mm)875×350×593875×350×593875×350×5931120×460×7611120×460×761

Der COP-Wert – was die Zahl wirklich bedeutet

Das Wichtigste ist hier der COP-Wert, also das Verhältnis: Wie viel Strom kommt aus der Steckdose – und wie viel Heizleistung macht die Wärmepumpe daraus?

COPCOP Spitze (Bestwert) 18,718,8518,9718,8618,75 COP Volllast 6,886,946,996,976,92 Green 7Green 10Green 13Green 17Green 21 kW 7,710,613,417,321,2 kW Green 7Green 10Green 13Green 17Green 21
Effizienz (COP) über alle Modelle gleich – nur die Heizleistung steigt.

Jetzt der ehrliche Teil, der im Marketing gern untergeht: Der oft genannte COP bis ~19 gilt nur unter Bestbedingungen – bei 26 °C Luft und 26 °C Wasser, also winzigem Temperaturhub und minimaler Inverter-Drehzahl. Real beim Heizen unter Last landest du eher bei COP 5 bis 8, und je kälter die Luft, desto niedriger fällt er aus (bei rund 15 °C Luft eher Richtung 8 im günstigen Bereich, unter Last drunter). Das ist nicht schlimm – aber niemand soll behaupten, der COP bleibe bei Kälte gleich.

💡 Modellwahl: Das COP-Verhältnis ist bei allen Modellen praktisch gleich. Du wählst also nicht über die Effizienz, sondern über die Leistung – sprich: über deine Poolgröße. Unterschiedlich ist nur die Heizleistung: rund 7,7 kW bei der kleinsten Green, bis zu 21 kW bei der Green 21. Mehr Wasser = mehr Heizleistung nötig = größeres Modell. Mehr Heizleistung zieht zwar mehr Strom, aber das Verhältnis bleibt gleich.

💡Praxis: Ich hätte mit meinem Wasserdurchfluss sogar die größte – die Green 21 – nehmen können, weil meine Filterpumpe genug schiebt. Dann hätte ich mehr Puffer gehabt, um an kälteren Tagen kräftiger zu heizen. Bei unter 26 °C Außenluft bleibt das COP-Verhältnis gleich, aber es kommt weniger Heizleistung raus – da hilft ein größeres Modell. Überleg dir also: Wie viel Wasser hast du, und wie viel Puffer willst du?

Durchflussmesser

Wie viel Wasser pro Stunde durch deine Pooltechnik läuft, lässt sich einfach messen. Wichtig für Heizung und Wasserpflege #TomTuT #Poolheld

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Schallmessung

Mit einem Meter Abstand frontal zur Green 10 hab ich die Lautstärke gemessen und parallel mit dem Shelly den Stromverbrauch mitgelesen. Die Filterpumpe lief dabei auf maximaler Drehzahl, damit die Wärmepumpe mit vollem Wasserpotenzial arbeitet (die Pumpe selbst hört man bei der Messung nicht).

  • Silent-Heizmodus: rund 47 dB(A), Stromverbrauch 800–1050 Watt.
  • Power-Heizmodus: rund 56 dB(A)leiser als erwartet.

Eine Stunde später ein Blick in die App (Query): Einlauftemperatur 27 °C, Wunsch-Auslasstemperatur hochgedreht, raus kamen 30 °C – also 3 °C Unterschied. Der Shelly zeigte bei dieser hohen Leistung etwa 1800 Watt.

Fehlercodes der InverPRIME Green (E03, …)

Steht mal ein Fehler auf dem Display, findest du hier den Grund. Die häufigsten: E03 (Wasserdurchfluss – fast immer Bypass/Pumpe prüfen), E04 (Frostschutz, keine Maßnahme nötig), E05 (Hochdruck) und E06 (Niederdruck).

FehlercodeFehlerMögliche UrsacheMaßnahme
E03WasserdurchflussfehlerNicht ausreichender Wasserdurchfluss · Durchflussschalter defektWasserkreislauf und Bypass prüfen · Durchflussschalter ersetzen
E04Frostschutz aktiviertNiedrige Umgebungstemperatur im StandbyKeine Maßnahme erforderlich (Schutz)
E05HochdruckschutzZu viel Kältemittel · defektes 4-Wege-Ventil · Hochdruckschalter getrennt/defektFüllmenge anpassen · 4-Wege-Ventil ersetzen · Hochdruckschalter prüfen/ersetzen
E06NiederdruckschutzUnzureichender WasserdurchflussWasserpumpe + Bypass-Ein-/Auslassventile prüfen
E09Verbindungsfehler PCB ↔ BedieneinheitFehlerhafte Verbindung · defektes Bedienfeld · defekte LeiterplatteVerkabelung / Bedienfeld / Leiterplatte prüfen bzw. ersetzen
E10Verbindungsfehler PCB ↔ Inverter-ModulFehlerhafte Verbindung · defekte LeiterplatteVerkabelung prüfen · Leiterplatte ersetzen
E12Ablufttemperatur zu hochZu wenig KältemittelFüllmenge anpassen
E15Sensorfehler WassereinlauftemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E16Sensorfehler VerdampfertemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E18Sensorfehler AblufttemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E20Invertermodul-SchutzSammelcode – siehe Unter-Fehlercodes 1–384Spannung, Kompressor und Lüftermotor prüfen
E21Sensorfehler UmgebungstemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E23Wasseraustrittstemp. zu niedrig (Kühlbetrieb)Unzureichender WasserdurchflussWasserpumpe + Bypass-Ventile prüfen
E27Sensorfehler WasserauslauftemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E28CT-ÜberstromschutzDefekte Leiterplatte · zu wenig KältemittelLeiterplatte ersetzen · Füllmenge anpassen
E29Sensorfehler AnsaugtemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
E32Wasseraustrittstemp. zu hoch (Heizbetrieb)Unzureichender WasserdurchflussWasserpumpe + Bypass-Ventile prüfen
E42Sensorfehler KühlcoiltemperaturSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
Er44Umgebungstemperatur zu niedrigUnter −20 °C wird der Verdichter-Start gesperrtKeine Maßnahme (Tieftemperatur-Schutz)
Er69KältemittelsensorfehlerSensor getrennt oder defektSensor anschließen oder ersetzen
Er70Kältemittelleck erkanntLeckage am KältemittelkreislaufVon offenen Flammen fernhalten · von qualifiziertem Techniker reparieren lassen
Er71Fehler Kältemittel-SteuerplatineReserviert

Der Sammelcode E20 – so liest du ihn

E20 ist ein Sonderfall: ein Sammel-Fehlercode rund ums Inverter-Modul. Die Unter-Nummern 1 bis 128 sind die Hauptfehler mit Priorität, die Nummern 257 bis 384 nur zusätzliche Hinweise. Treten mehrere Fehler gleicher Priorität gleichzeitig auf, werden ihre Nummern addiert – steht z. B. 48 im Display, sind das 16 + 32 (niedrige und zu hohe Gleichspannung). Die Anzeige wechselt dabei alle paar Sekunden durch.

Nr.FehlerMögliche UrsacheMaßnahme
1IPM-ÜberstromIPM-ModulfehlerInverter-Modul ersetzen
2KompressorfehlerKompressorfehlerKompressor ersetzen
4Reserviert
8Phasenausfall am KompressorKabelbruch oder schlechte VerbindungVerkabelung des Kompressors prüfen
16DC-Zwischenkreisspannung zu niedrigEingangsspannung zu niedrig · PFC-ModulfehlerEingangsspannung prüfen · Modul ersetzen
32DC-Zwischenkreisspannung zu hochEingangsspannung zu hoch · PFC-ModulfehlerInverter-Modul ersetzen
64Temperatur Kühlkörper zu hochLüftermotorfehler · Luftkanal blockiertLüftermotor / Luftkanal prüfen
128Fehler KühlkörpertemperaturKurzschluss/Unterbrechung des TemperatursensorsInverter-Modul ersetzen
257VerbindungsfehlerInverter-Modul empfängt kein Signal vom PCBVerbindung Modul ↔ PCB prüfen
258AC-Eingang PhasenausfallPhasenausfall am EingangVerkabelung prüfen
260AC-Eingangsspannung zu hochUnwucht der dreiphasigen EingangsspannungDreiphasige Eingangsspannung prüfen
264AC-Eingangsspannung zu niedrigEingangsspannung zu niedrigEingangsspannung prüfen
272HochdruckfehlerKompressordruck zu hoch (reserviert)
288IPM-Temperatur zu hochLüftermotorfehler · Luftkanal blockiertLüftermotor / Luftkanal prüfen
320Kompressorstrom zu hochZu hoher Strom · Treiber und Kompressor nicht kompatibelInverter-Modul ersetzen
384Temperatur PFC-Modul zu hochÜberhitzung des PFC-ModulsPFC-Modul prüfen

Fazit

Die POOLSANA InverPRIME Green ist eine runde Inverter-Wärmepumpe mit durchdachten Details: der hinten-links sitzende Anschluss spart das Kippen, das große Lüfterrad vorne sieht gut aus, und die Bedienung über Display und Tuya/SmartLife-App ist unkompliziert. Die erste R290-Serie zu sein, ist ein schöner Zukunfts-Aspekt – aber im Alltag überzeugt dich der niedrige Stromverbrauch bei dieser Heizleistung. Genau das hab ich mit dem Shelly auch gesehen.

Was du wissen solltest, bevor du loslegst:

  • Modell nach Poolgröße/Leistung wählen, nicht nach COP – die Effizienz ist über alle Modelle praktisch gleich.
  • Mindestdurchfluss deines Modells checken – schafft deine Filterpumpe das?
  • Bypass sauber einstellen (Ausgang ein paar Grad über Eingang), für den festen Anschluss verkleben.
  • pH-Wert im grünen Bereich halten – der Titan-Wärmetauscher ist robust, aber nicht unkaputtbar. Wasseraufbereitung gehört hinter die Wärmepumpe.
  • App nur über 2,4-GHz-WLAN, und das Geräteupdate auf automatisch stellen.

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