Mit einem Hardwareschalter – dem Freigabekontakt – kannst du eine Pool-Wärmepumpe von außen ansteuern. Das ermöglicht neue Automationsmöglichkeiten! Ein Beispiel ist diese Wärmepumpe – die hat solch einen Freigabekontakt:
Pool-Wärmepumpe POOLSANA InverPOWER Green (R290)
Die InverPRIME Green von Poolsana – erste R290-Serie. Aufbau, Display, App, COP & meine Messwerte ehrlich erklärt. #TomTuT #Poolheld
Hier noch gleich meine HomeAssistant Integrationsanleitung:
HomeAssistant: POOLSANA InverPower Green
Die POOLSANA InverPower Green lässt sich per Tuya lokal in deinem HomeAssistant steuern. Ich zeige dir wie #tomtut #poolheld
Freigabekontakt an der Pool-Wärmepumpe – Smart-Home-Trigger per Hardware-Schalter
Eine Pool-Wärmepumpe läuft nicht einfach los. Sie prüft vorher jedes Mal eine ganze Kette von Bedingungen ab. Und an der POOLSANA InverPOWER Green kommt in diese Kette etwas dazu, das mich richtig begeistert: ein Freigabekontakt.
Das ist ein Hardware-Schalter. Ein Kabel an einem Kontakt – mehr nicht. Geschlossen: Sie darf heizen. Offen: Sie bleibt aus. Mit der Software hat das nichts zu tun. Ich kann ihr also von außen eine Bedingung geben – ohne App, ohne Software-Einstellung, ohne Internet. Ich kann mitentscheiden oder auch ganz alleine entscheiden, ob geheizt wird.
Im Video spiele ich damit rum. Hier im Blog findest du alle Schaltpläne dazu – und die Zahlen, die im Video nur kurz durchs Bild laufen.
- Freigabekontakt = potenzialfreier Kontakt, ab Werk gebrückt. Geschlossen = sie darf arbeiten, offen = sie bleibt aus
- Von mir gemessen: 5 V DC an den beiden Adern
- Einfachste Lösung: ein Lichtschalter im Technikraum
- Smart Home: ein Shelly mit potenzialfreiem Relais – meine Empfehlung ist der Shelly 1 Mini Gen4
- Zustand am Display: S01 zeigt „on“ oder „oF“ – per Tuya ist er nicht auslesbar
- PV-Überschuss: bei mir nicht mal 50 € – der eigentliche Nutzen ist ein anderer
- Stand 10/2026 hat ihn nur die InverPOWER Green, die InverPRIME Green nicht
Pool-Wärmepumpe POOLSANA InverPOWER Green (R290)
Die InverPRIME Green von Poolsana – erste R290-Serie. Aufbau, Display, App, COP & meine Messwerte ehrlich erklärt. #TomTuT #Poolheld
Vorab: 230 Volt – LEBENSGEFAHR
⚠️ Betrachte das hier bitte als Unterhaltung – nicht als 1:1-Anleitung zum Nachmachen. Unter dem Deckel der Wärmepumpe ist eine 230-Volt-Stromanlage, und das ist lebensgefährlich.
Weil ich aber kein gelernter Elektriker bin, machst du alles auf dein eigenes Risiko – im Zweifel hol dir einen Elektriker dazu. Sprich mit ihm über das Projekt, wenn du das machen möchtest. Er kann dir sagen, ob das bei dir funktioniert, und es zusammen mit dir umsetzen.
Und bevor irgendein Deckel aufgeht: Stecker raus. Bei allen Geräten.
Der Entscheidungsbaum: Wann darf die Wärmepumpe heizen?
Bevor eine Pool-Wärmepumpe aktiv werden darf, läuft sie jedes Mal dieselben Fragen durch:
- Hardware – ist Strom da? Stecker drin, Leitung versorgt. Am besten vom Elektriker installiert und abgesichert. Sonst funktioniert erst mal gar nichts.
- Software – ist sie eingeschaltet? Vorne am Display oder per App.
- Software – passt der Zeitplan? Wie viel Uhr ist es, gibt es einen Zeitplan, und falle ich gerade in das Zeitfenster rein?
- Software – gibt es Heiz- oder Kühlbedarf? Wie stehen Soll- und Ist-Temperatur zueinander, und in welchem Modus bin ich?
- Sensor – fließt Wasser? Der misst nicht, wie viel Wasser fließt. Er erkennt nur, dass Wasser fließt.
- NEU: Hardware – ist der Freigabekontakt geschlossen?
Überall ein Haken dran? Dann heizt oder kühlt sie, so wie du es eingestellt hast. Ist der Freigabekontakt offen, ist an der Stelle Schluss – egal, was die fünf Punkte davor sagen.
Was ist der Freigabekontakt?
Im Elektrokasten der Wärmepumpe sitzt neben dem Pumpenanschluss eine kleine Klemme mit zwei Adern. Ab Werk ist sie gebrückt. Die Freigabe ist also gegeben, die Wärmepumpe läuft ganz normal. Willst du den Kontakt nicht nutzen, musst du nichts machen.
Der Kontakt ist potenzialfrei. Auf gut Deutsch: Du schickst da keinen Strom rein. Du verbindest die zwei Adern miteinander – oder du trennst sie. Wie ein Schalter eben.
Mit dem digitalen Multimeter habe ich an den beiden Adern eine Gleichspannung von 5 Volt (5 V DC) gemessen. Die kommt von der Wärmepumpe selbst.
Im Schaltplan der Anleitung steht an der Stelle übrigens „Gestängeschalte“. Das ist wahrscheinlich ein Übersetzungsfehler 😀 Gemeint ist genau dieser Freigabekontakt.
⚠️ Nie Spannung auf den Kontakt geben. Da kommt nur ein Schalter oder ein potenzialfreies Relais dran. Keine 230 V, kein Netzteil.
⚠️ Die 5 V DC gelten für diese Wärmepumpe. Der Kontakt ist nicht zwingend bei jeder Pool-Wärmepumpe genauso konfiguriert – darum stehen in meinen Schaltbildern 12 V und 24 V in Grau daneben. Taucht der Kontakt bei einer anderen Produktvorstellung wieder auf, messe ich nach und zeige es dir.
Variante 1: Ein ganz normaler Lichtschalter im Technikraum
Der erste Gedanke – und der einfachste. Weil an den beiden Adern nur 5 V DC anliegen, kann ich aus meiner Sicht bedenkenlos einen ganz normalen Lichtschalter aus der Hausinstallation hernehmen. Der kommt in den Pool-Technikraum, und die beiden Adern vom Freigabekontakt laufen über diesen Schalter.
- Stecker der Wärmepumpe raus.
- Brücke raus am Freigabekontakt.
- Zwei Adern vom Kontakt zum Schalter legen.
- Draufschreiben: „Pool-Wärmepumpe ein“ / „Pool-Wärmepumpe aus“.
- Vorne am Display einmal alles einstellen: Wunschtemperatur, Heizmodus. Fertig.
Ab dann läufst du am Technikraum vorbei, drückst auf „an“ – und sie heizt. Eine Automation, die ich so noch nie hatte. Und du sparst dir, das ganze Display auszubauen und irgendwie in den Technikraum zu verlängern.
💡 Mein Tipp: Direkt am Kontakt ist ein Rastschalter genau richtig. Der bleibt in seiner Stellung stehen, und du siehst im Vorbeilaufen, was Sache ist. Am Shelly sieht das anders aus – dazu weiter unten.
⚠️ Der Schalter sieht nur aus wie Hausinstallation. An ihm liegen die 5 V DC vom Freigabekontakt an, sonst nichts. Keine 230 V dranhängen.
Display in den Technikraum verlängern – soll ich das zeigen?
Das wäre natürlich das Premium-Feature: das Display ausbauen und im Technikraum betreiben. Ich habe die Wärmepumpe dafür an der Seite ein bisschen mehr aufgemacht und einfach mal reingeguckt.
Ohne das Display wirklich auszubauen, siehst du schon: Da drin ist ein Kabel mit Stecker. Das könntest du abziehen, ein paar Schrauben lösen und dir ein Verlängerungskabel selbst konfektionieren.
Umgebaut habe ich es hier nicht. Wie das bei einer anderen Wärmepumpe ging, zeige ich hier: Display ausbauen und Kabel verlängern – InverPRESTIGE Pro.
👉 Schreib mir in die Kommentare: Ist das für dich ein realistischer Anwendungsfall? Wenn ich sehe, dass da wirklich reges Interesse besteht, baue ich das Display bei der nächsten Produktvorstellung aus und schaue, ob es wirklich geht.
Zustand am Display ansehen: S01 „on“ oder „oF“
Ob der Kontakt gerade offen oder geschlossen ist, zeigt dir die Wärmepumpe selbst an:
- Display entsperren (Ein/Aus-Taste 3 Sekunden halten).
- Links oben die M-Taste 3 Sekunden drücken.
- Dann die Ventilator-Taste 3 Sekunden drücken.
- Jetzt bist du in der Statusliste. Dort steht S01 – das ist der Freigabekontakt. Falls er nicht gleich da steht: mit + und – blättern.
„on“ = Kontakt geschlossen, sie darf arbeiten. „oF“ = Kontakt offen, sie bleibt aus.
⚠️ Den Zustand sehe ich tatsächlich nur am Display. Ich habe es bisher nicht geschafft, ihn über die Software auszulesen – auch nicht über die Tuya-Entwickler-Integration (Stand 10/2026). S01 kommt dort schlicht und einfach nicht an.
Ist aber erst mal egal. Ob der Schalter funktioniert, steht ja außer Frage. Und schaltet ein Shelly den Kontakt, kennt dein Smart Home den Zustand sowieso: Es ist der Zustand vom Shelly.
Lesetipp: 💡 Tuya – SmartLife – Device-Key ermitteln · Tuya-Entwicklerkonto verlängern
Variante 2: Ein Shelly schaltet den Freigabekontakt
Jetzt geben wir dem Thema ein bisschen Fleisch. Statt dem Lichtschalter hängt bei mir ein Shelly Plus 1 am Freigabekontakt. Den hatte ich noch da. Du kannst genauso ein Zigbee-Relais nehmen oder irgendetwas anderes.
Ein Shelly ist ein kleines Funk-Relais. Er bekommt von mir 230 V, damit er überhaupt funktioniert. Aber – und das ist der Punkt: Er schaltet diese 230 V nicht durch auf die zwei Kontakte, an denen die Wärmepumpe hängt. Schalte ich ihn ein, verbindet er die beiden Adern miteinander. Genau das, was die Wärmepumpe braucht.
Das kannst du selbst prüfen. Multimeter auf Durchgangsmessung, an die zwei Kontakte halten: Shelly aus = kein Kontakt. Shelly an = er klackt, und das Ding fängt an zu piepen.
- Alles erst mal ohne eingesteckten Stecker – Wärmepumpe und Shelly.
- Brücke am Freigabekontakt entfernen.
- Die zwei Adern vom Freigabekontakt an I und O am Shelly.
- Den Shelly an L und N versorgen.
- Erst dann bekommen beide Geräte wieder Strom.
Und endlich weiß ich, warum ich damals zwei Steckdosen da draußen montiert habe 😀
Den Shelly habe ich bewusst außerhalb der Wärmepumpe. Da habe ich ihn direkt unter Kontrolle. Du kannst ihn dir genauso irgendwo im Technikraum verbauen.
⚠️ Nur ein Shelly mit potenzialfreiem Relais! Also Shelly Plus 1, Shelly 1 Gen4 oder Shelly 1 Mini. KEIN Shelly 1PM und kein Plus 1PM – bei denen hängt der Ausgang fest an L. Dann hättest du 230 V auf dem Freigabekontakt.
In Home Assistant: schalten und Rückmeldung bekommen
Den Shelly kann ich erst mal ganz normal über die Shelly-App ein- und ausschalten. In Home Assistant habe ich ihn über Einstellungen → Geräte & Dienste mit der Shelly-Integration reingeholt. Dann ist der Schalter da. Er klackt immer schön 🙂
Auf meinem Dashboard für die Wärmepumpe sieht das so aus: Unten links steht bei der Freigabe „getrennt“, und unter der – wahnsinnig demonstrativen – Solltemperatur von 40 °C steht „Aus“. Am Display der Wärmepumpe steht „oF“.
Gebe ich in Home Assistant frei, zeigt die Wärmepumpe „on“, und unter den 40 °C steht „Heizen, Boost“. Nehme ich die Freigabe wieder weg: Shelly aus, Kontakt offen, „Aus“.
Du bekommst also direkt eine Rückmeldung. Einmal vom Shelly selbst – der hat den Kontakt geöffnet, das siehst du an der Entität sofort. Und einmal von der Wärmepumpe: Home Assistant liest über die Tuya-Integration ihren Status aus, und der springt sehr schnell auf „aus“.
Am 22.09.2026 habe ich das im laufenden Betrieb gemessen:
- Freigabe weg: Sie meldet sich sofort „aus“ und fährt in etwa 30 Sekunden sanft von rund 1.020 W auf rund 40 W runter.
- Freigabe wieder da: Sie schaltet von selbst wieder auf Heizen. Der Verdichter kommt nach rund 3,5 Minuten (Wiederanlaufsperre), nach etwa 5 Minuten ist sie auf Volllast.
- Keine Fehlermeldung.
💡 Mein Tipp für deine Automation: mindestens 5 Minuten laufen lassen und mindestens 5 Minuten Pause. Sonst taktet sie.
⚠️ Denk an den Ausfall: Shelly tot oder ohne Strom = Kontakt offen = Wärmepumpe gesperrt. Sie heizt dann nicht, obwohl am Display alles richtig eingestellt ist.
[PLATZHALTER: Link zum Video/Beitrag über meine Home-Assistant-Pool-Karten – das Dashboard aus dem Video]
Lesetipp: 💡 Home Assistant als virtuelle Maschine auf Synology · HACS installieren
Schaltplan: Shelly 1 Mini Gen4 – meine Empfehlung
Schaltplan: Shelly 1 Mini Gen4 am Freigabekontakt der Pool-Wärmepumpe, Adern an I und O, Brücke entfernt
Foto vom Elektrokasten der InverPOWER Green mit Freigabekontakt und Anschluss an den Shelly 1 Mini Gen4
Shelly 1 Mini Gen4: Klemmen SW, O, I, L, N neben dem Anschlussplan der InverPOWER Green
Standard-Schaltbild Shelly 1 Mini Gen4 neben dem Freigabekontakt der Pool-Wärmepumpe
Für die dauerhafte Installation würde ich zwischenzeitlich eher so einen kleinen Shelly 1 Mini nehmen – und zwar in der vierten Generation (Gen4). Ich habe für das Video noch einen älteren Shelly ohne Zigbee genommen, weil ich den eben da hatte.
Warum Gen4? Den kannst du per Software auf Zigbee umstellen. Das ist rund um den Pool oft der bessere Funkstandard. Der Pool ist ja meistens doch etwas weiter vom Haus weg, und das WLAN kommt da nicht so gut durch. Zigbee erweiterst du ganz einfach über Zigbee-Steckdosen: in die Nähe stecken, und dein Mesh-Netz wächst mit.
So kommt er dran:
- L und N: 230 V – die braucht der Shelly nur selbst zum Arbeiten
- I und O: die zwei Adern vom Freigabekontakt (5 V DC)
- SW: bleibt frei – oder Taster, siehe weiter unten
⚠️ Nicht vom Standard-Schaltbild verwirren lassen: Beim Shelly ist normalerweise eine Lampe eingezeichnet, und dafür geht eine Leitung von L auf den Kontakt. Die gibt es hier nicht. An I und O hängt nur der Freigabekontakt.
Schaltplan: Shelly 1 Gen4 – der Größere
Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.
Gib hier deine Überschrift ein
Foto vom Elektrokasten der InverPOWER Green mit Freigabekontakt und Anschluss an Shelly 1 Gen4 bzw. Shelly Plus 1
Standard-Schaltbild Shelly 1 Gen4 und Shelly Plus 1 neben dem Freigabekontakt der Pool-Wärmepumpe
Zusätzlicher Schalter am Shelly? Dann nimm einen TasterMit dem größeren Shelly 1 Gen4 geht das genauso. Das Schaltbild passt auch für meinen Shelly Plus 1 aus dem Video.
Wichtig ist bei beiden dasselbe: Die Kabel vom Freigabekontakt kommen an I und O. Dort, auf der linken Seite, ist das potenzialfreie Schalten möglich – also genau das, was die 5 V DC am Freigabekontakt brauchen.
L und N sind wieder nur die Versorgung für den Shelly selbst.
Zusätzlicher Schalter am Shelly? Dann nimm einen Taster
Schaltplan: Taster am SW-Eingang des Shelly 1 Mini Gen4, 230 V AC, Freigabekontakt an I und O
Freigabekontakt-Pool-WP-shelly-1-tastschalter.png
Du kannst trotz Shelly immer noch einen Hardware-Schalter im Technikraum haben. Der kommt dann an den SW-Eingang vom Shelly. So schaltest du im Vorbeilaufen von Hand – und deine Automation schaltet parallel trotzdem mit.
⚠️ Achtung, das ist ein anderer Stromkreis: Hängt der Schalter direkt am Freigabekontakt, liegen an ihm 5 V DC an. Hängt er am Shelly, liegen 230 V Wechselspannung an. Also vorsichtig mit der ganzen elektrischen Installation – das ist ein Fall für den Elektriker.
Und nimm am Shelly einen Taster, keinen Rastschalter. Der Taster springt wieder zurück, er ist nur ein kurzer Signalgeber. Der Rastschalter bleibt in seiner Stellung. Schreibst du „Pool-Wärmepumpe an / aus“ drauf, machst sie an, und deine Automation macht sie wieder aus – dann stimmt das halt nicht mehr überein.
💡 Merkregel: Schalter direkt am Kontakt = Rastschalter, 5 V DC. Schalter am Shelly = Taster, 230 V.
PV-Überschuss: Was hat es bei mir gebracht?
Als ich festgestellt habe, was der Freigabekontakt ist, kam mir sofort die Idee: Na klar, das mache ich mit PV-Überschuss. Alles, was vom Dach kommt, drücke ich in die Wärmepumpe und damit ins Poolwasser.
In Home Assistant sieht das bei mir so aus: Die Freigabe ist aktiv – das ist genau der Shelly-Kontakt –, und Heizen steht auf Boost. Mein Haus hat gerade rund 3,8 kW Bedarf und saugt sich richtig was aus dem Netz. Vom Dach kommt so gut wie nichts, die Batterie ist leer. Aktiviere ich jetzt meine PV-Logik, sperrt sie sofort. Die Wärmepumpe ist aus – nur über den Kontakt. Die Filterpumpe springt dabei auf N2 runter und dreht noch ein bisschen.
Damit spiele ich super gerne rum. Dann habe ich aber die KI gefragt: Guck dir mal die ganzen Statistikdaten in meinem Home Assistant an – wie viel Geld habe ich eigentlich gespart, nur bezogen auf die Pool-Wärmepumpe?
Es sind nicht mal 50 € dabei rausgekommen. Sehr ernüchternd.
So sieht das in Zahlen aus (Stand 29.09.2026):
- Die Pool-Wärmepumpe hat 2026 bisher 199 kWh gebraucht. Davon 180 kWh allein im September – im Hochsommer lief sie praktisch nicht.
- Jede kWh vom Dach statt aus dem Netz spart den Unterschied zwischen Strompreis und Einspeisevergütung. Grob gerechnet: rund 31 ct − rund 8 ct = rund 23 ct.
- Selbst wenn alles vom Dach gekommen wäre:
199 kWh × 0,23 € ≈ 46 € - Zum Vergleich: Meine Filterpumpe hat im selben Zeitraum rund 1.190 kWh gezogen. Sechsmal so viel.
💡 Was du mitnimmst: Rechne das vorher für deinen Pool genauso aus. kWh der Wärmepumpe mal (Strompreis minus Einspeisevergütung). Dann weißt du, was PV-Überschuss an der Pool-Wärmepumpe in Euro höchstens bringen kann.
Was ich dagegenhalten muss: Ich habe ja auch noch die Solarheizung auf dem Dach. Die bringt einfach schon mal viel Wärme mit, gesteuert über mein Motorventil. Wie viel das ausmacht, kann ich nicht messen.
Was ich noch nicht gemacht habe: bei genug Überschuss auf 29 °C hochgehen. Die erreiche ich bei mir nur auch so sehr schnell.
PV-Überschuss ist also nicht der erste Gedanke, den du bei diesem Kontakt haben solltest.
Lesetipp: 💡 PV-Überschuss! Wohin damit?
Viel spannender: Zeitsteuerung ohne App und ohne Display
Entscheidungsbaum: einmal am Display einstellen, danach entscheidet nur noch der Freigabekontakt – per Zeitplan, PV oder Schalter
Viel spannender finde ich das hier: Du stellst vorne am Display einmal alles ein – Solltemperatur, Heizen, Boost – und fasst es danach nicht mehr an. Ab jetzt entscheidet nur noch der Kontakt.
Dann sagst du in Home Assistant oder in deinem Smart Home einfach: Um 9 Uhr schalte ich den Kontakt zu, um 16 Uhr wieder auf. Dafür brauchst du keine Smartphone-App und keinen Timer vorne am Display. Und wer keine Lust auf die Tuya-Integration hat, braucht die dafür auch nicht.
Woher der Auslöser kommt, ist dem Kontakt völlig egal: Zeitplan, PV-Überschuss oder dein Schalter an der Wand.
Lesetipp: 💡 Die richtige Zeitschaltuhr für deine Pooltechnik
FAQ – Freigabekontakt an der Pool-Wärmepumpe
Was ist der Freigabekontakt an einer Pool-Wärmepumpe?
Ein potenzialfreier Kontakt mit zwei Adern, ab Werk gebrückt. Ist er geschlossen, darf die Wärmepumpe arbeiten. Ist er offen, bleibt sie aus – egal, was am Display eingestellt ist.
Welche Spannung liegt am Freigabekontakt an?
An der POOLSANA InverPOWER Green habe ich 5 V DC gemessen. Bei anderen Wärmepumpen kann das anders sein – miss nach, bevor du etwas anschließt.
Welcher Shelly passt an den Freigabekontakt?
Einer mit potenzialfreiem Relais: Shelly 1 Mini Gen4, Shelly 1 Gen4 oder Shelly Plus 1. Die Adern kommen an I und O. Kein Shelly 1PM und kein Plus 1PM.
Kann ich den Freigabekontakt in Home Assistant auslesen?
Direkt nicht. Der Zustand (S01) steht nur am Display der Wärmepumpe, über Tuya kommt er nicht an (Stand 10/2026). In Home Assistant siehst du den Zustand vom Shelly – und dass die Wärmepumpe auf „aus“ geht.
Lohnt sich PV-Überschuss an der Pool-Wärmepumpe?
Bei mir waren es nicht mal 50 €. Meine Wärmepumpe hat 2026 bis Ende September 199 kWh gebraucht, und ich habe zusätzlich eine Solarheizung auf dem Dach. Ohne Solarheizung sieht deine Rechnung anders aus.
Ist der Freigabekontakt dasselbe wie SG Ready?
Nein. Es ist ein einfacher Kontakt mit zwei Zuständen: offen oder geschlossen.
Fazit
Der Freigabekontakt ist für mich das Highlight an der InverPOWER Green. Zwei Adern – und ich entscheide von außen mit, ob geheizt wird. Ohne App, ohne Internet.
PV-Überschuss ist bei mir nicht der Grund dafür, das waren nicht mal 50 €. Der Grund ist: einmal am Display einstellen, danach entscheidet ein Schalter. Ob das ein Lichtschalter im Technikraum ist oder ein Shelly mit Zeitplan, ist egal.
Der Kontakt kann aber nur Ja oder Nein. Willst du Temperatur oder Modus aus der Ferne ändern, brauchst du weiterhin das Display, die App oder die Tuya-Integration.
Was du wissen solltest, bevor du loslegst:
- Elektriker dazuholen. Unter dem Deckel sind 230 V.
- Nie Spannung auf den Kontakt. Nur Schalter oder potenzialfreies Relais.
- Brücke raus – sonst ist der Kontakt immer geschlossen, und dein Schalter macht nichts.
- Am Shelly an I und O. Kein Shelly 1PM, kein Plus 1PM.
- Direkt am Kontakt ein Rastschalter, am Shelly ein Taster.
- In Automationen mindestens 5 Minuten laufen lassen und 5 Minuten Pause.
- Shelly ohne Strom = Kontakt offen = Wärmepumpe gesperrt.
Speck Poolpumpe mit Shelly Smart(er) machen #BADUNetLink
BADUNetlink durch Shelly ersetzt. HomeAssistant Integration DIY #invertertechnologie

Wärmepumpe Bypass einstellen
Eine Wärmepumpe oder Inverter-Wärmepumpe muss an einem Bypass montiert werden. Warum und wie zeige ich dir ganz einfach #TomTuT #Poolheld
