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Automatische Wifi-Dosieranlage Orpheo VP für pH/Chlor von Poolsana

Chlor und pH Dosieranlage für deinen Pool. Oder auch Whirlpool denn für hohe Temperaturen hat sie einen Spa Modus

Anzeige | Bezahlte Kooperation mit Poolsana – Anlage zur Verfügung gestellt, die Meinung bleibt meine eigene.

Die Vigipool Orpheo VP ist die Wi-Fi-Dosieranlage von Poolsana für pH und Chlor. Du kannst sie per App und Bluetooth steuern und im Internet mobil deine Werte auslesen und konfigurieren. Wenn du das nicht willst – kein Problem: Vorn an der Anlage liest du die Werte direkt ab und siehst an den Farben den Zustand.

Neu im Lieferumfang ist die kompakte Mess- und Dosiereinheit ZeliaPod. Habe ich oft gesehen, hatte ich aber noch nie in der Hand – freut mich, dass es jetzt so weit ist.

Der Wasseranschluss ist eine 50‑mm-verklebte Verschraubung. Und gleich vorweg: Bypass! Zu jeder Technikinstallation gehören Bypässe dazu, so obligatorisch wie Poolwasser im Pool selbst. Mit Kugelhähnen ist es übrigens dasselbe – immer wenn du dich fragst „Benötige ich hier echt noch einen Kugelhahn?“, lautet meine Antwort: Ja, du brauchst den.

Dosieranlage kaufen

Die Orpheo VP

Die Orpheo VP ist die WLAN-fähige Dosieranlage aus dem Hause CCEI / Vigipool, vertrieben über Poolsana. Sie regelt automatisch deinen pH-Wert und deinen Redox-Wert (Chlor) – komplett über die kostenlose Vigipool-App auf deinem Smartphone und sogar auf der Apple Watch.

Die Anlage besteht aus zwei Modulen – einem pH-Modul und einem Redox-Modul, die sich automatisch zu einem Master-Slave-Verbund koppeln. Das pH-Modul ist der Master („Zentrale“) und spricht ans WLAN. Das Redox-Modul hängt sich automatisch dran. Vorteil: Du kannst auch nur mit dem pH-Modul starten und später erweitern.

Lieferumfang

Im Karton findest du:

  • die beiden Module (pH und Redox) mit Wandhalterungen für die Pumpen
  • die Mess- und Dosierzelle (ZeliaPod) mit integriertem Durchflussschalter
  • pH-Sonde und Redox-Sonde mit BNC-Steckern
  • pH-Kalibrierpulver mit kleinem Messbecher (250 ml)
  • Redox-Kalibrierlösung (650 mV)
  • ausreichend Schlauch und Tauchglocken mit Belüftung für beide Kanister
  • die 50er PVC-Anschlüsse für die Verrohrung
  • Stopfen, falls eine Sonde mal nicht im Betrieb ist und das Wasser trotzdem dicht durchlaufen soll
  • Anleitung mit QR-Code zur kompletten Online-Doku

Was nicht dabei ist: PVC-Verrohrung für deinen Bypass, ein Erdungsstab und – bei meinem Setup – ein passender 50er Gummischellen-Satz. Davon mehr im Bypass-Kapitel.

Pumpen montieren

Die beiden Pumpen werden auf der Rückseite einfach mit einer Führung an die Wandplatte geschoben. Das ist clever gemacht: Klappe oben leicht drücken, Pumpe abziehen – fertig. Riesiger Vorteil bei Wartung und Winter: Du nimmst die Pumpe in zwei Sekunden komplett raus.

Unten an der Pumpe sitzt eine kleine Klappe. Drinnen hast du zwei Anschlüsse – einen mit dem Pfeil nach oben (Saugseite, rechtsdrehende Pumpe) und einen unten dran (Ausgang Richtung ZeliaPod). Mit der Überwurfmutter handfest anziehen reicht völlig.

Den Saugschlauch führst du durch den Deckel deines Chlor- bzw. pH-Kanisters und steckst die Saugglocke unten rein. Die hat einen kleinen Filter davor und einen Belüftungsdeckel – wichtig, damit kein Vakuum entsteht.

💡 Mein Tipp: Bei mir hängen Chlor und pH immer in zwei verschiedenen Kanistern. Mach dir am besten gleich zwei kleine Auffangwannen drunter – Chlor ist fies zu Kleidung und Boden.

BNC-Stecker

Auf der Unterseite der Pumpen-Module sitzen BNC-Anschlüsse. Du steckst die Sonden mit ihrem BNC-Stecker drauf, drehst kurz – es klackt ein und sitzt. Falsch machen kannst du da nichts.

An die pH-Pumpe (das ist der Master!) kommt zusätzlich noch das Paddle für die Durchflusserkennung. Auch der Stecker ist verdrehsicher, wird festgeschraubt – fertig.

ZeliaPod / Dosier- und Messzelle

Die ZeliaPod hat eine klare Flussrichtung, und der Deckel passt nur in einer Position dank kleiner Kerben am Gehäuse. Theoretisch ginge er auch um 180° gedreht, aber halte dich an den Pfeil – das ist gut für dich und die Doku, wenn jemand mal später dran muss.

Die Anschlüsse:

  • Durchflussmesser (Paddle): hat eigenen Pfeil – muss in Strömungsrichtung zeigen, damit das Paddle vom Wasser nach vorne gedrückt wird und Durchfluss erkannt wird
  • pH-Sonde: bei mir links eingebaut
  • Redox-Sonde: rechts daneben
  • pH-Injektion: ins kleine Vorbecken, damit sich der pH-Senker verteilt
  • Redox-Injektion: direkt in den fließenden Strom

Sonden einsetzen

Den Deckel der Sondenposition runterschrauben. Drinnen hast du:

  • Konischen Stopfen (drückt später runter und dichtet ab)
  • Gummiring
  • Abstandshülse (hat eine Richtung – am Deckel siehst du, ob sie bündig herauskommt; falls nicht: andersrum einsetzen)
  • Gummiring

Du musst das alles aber nicht zerlegen – einfach so wie geliefert weiterverwenden. Sonde reinstecken, bis sie ansteht, dann ein kleines Stück hochziehen und dann festschrauben. Das gilt für pH und Redox identisch.

Defekte Sonde

⚠️ Schmerzhafte Lektion aus meinem Test: Bei der pH-Sonde hatte ich beim Einsetzen offenbar zu viel Druck. Bei der späteren Kalibrierung kamen permanent Fehler – ich dachte erst, die Sonde wäre defekt aus dem Karton. Auf Empfehlung von Poolsana habe ich sie 24 Stunden in Kaliumchloridlösung eingelegt (das ist die gleiche Lösung, in der die Sonde geliefert wird). Brachte aber nichts – und erst dann ist mir aufgefallen, dass vorne am Glaskolben ein Riss war. Das passiert, wenn man die Sonde mit zu wenig Gefühl in die Messzelle drückt. Also: vorsichtig einsetzen, leicht hoch, festschrauben. Diese Sonden sind empfindliche Messglas-Geräte, kein Stecksystem.

Sonde einweichen - Tipp

Wenn die Sonde im Winter mit Wasser eingelagert war und vorne die Kappe schimmelt oder Kalk drauf ist, leg sie 24 Stunden in Kaliumchloridlösung ein. Die ist nicht im Lieferumfang – einen passenden Link findest du in der Videobeschreibung.

Bypass-Montage

Die ZeliaPod hat 50er Anschlüsse, die im Lieferumfang als PVC-Klebemuffen kommen. Du kannst da auch Adapter einkleben, falls du auf einen kleineren Durchmesser runter willst.

PVC-Kleben ist eigentlich keine Hexerei:

  • Alle Kontaktflächen reinigen
  • PVC-Kleber auf beide Seiten
  • Axial (gerade) ineinanderschieben – nicht drehen!
  • Dann 24 Stunden ruhen lassen

Bei mir liegt das Ganze inzwischen seit Jahren so im Technikraum.

💡 Mein Tipp aus der Praxis: Ich habe stattdessen 50er Gummischellen verwendet, die ich seit Jahren im Sortiment habe. Die sind nicht im Lieferumfang dabei – aber ich nutze sie, weil ich für andere YouTube-Videos und andere Dosieranlagen schnell mal eine Anlage tauschen kann, ohne PVC neu kleben zu müssen. Wer keine Geräte-Rotation hat, fährt mit der originalen Klebeverbindung absolut sauber.

Werksreset

Bevor du in die Ersteinrichtung gehst, würde ich immer einmal einen Werksreset machen – egal ob Neugerät oder gebraucht gekauft. Falls beim Einrichten was hakt, hast du einen sauberen Ausgangszustand. So geht’s pro Modul (jedes einzeln, nicht beide gleichzeitig):

  • Anlage am Seitenschalter ausschalten (oder bequem: Steckerleiste)
  • 10 Sekunden warten, bis sich die Platine sauber entladen hat
  • Im ausgeschalteten Zustand die pH- bzw. Oxo-Taste vorne drücken und gedrückt halten
  • Strom wieder einschalten, Taste weiter halten
  • Die LEDs blinken einmal auf, dann erneut – fertig
  • Loslassen

Was wird zurückgesetzt? Kalibrierung, Sollwert, WLAN, Behälterfüllstand und – wichtig! – die Master-Slave-Kopplung zwischen pH und Redox. Heißt: Beide Module müssen danach neu gekoppelt werden.

Ersteinrichtung

Du brauchst im Technikraum zwei Steckdosen – eine pro Modul. Aus mehreren Durchläufen ist das hier mein zuverlässigster Weg:

  • Beide Module in eine Steckdosenleiste stecken
  • Mit einem Schalter gleichzeitig einschalten
  • Sobald das pH-Modul (= Master) hochgefahren ist: direkt einmal vorn den Knopf drücken → das macht das Modul zum „Chef“
  • Das Redox-Modul verbindet sich automatisch mit dem Master

Während die Anlage hochfährt: ab in den App Store bzw. Play Store und die Vigipool-App installieren.

Bluetooth-Pairing

In der App auf Bluetooth gehen. Die App findet die Anlage sofort. Beim Auswählen will sie ein Pairing machen – dafür musst du nah ans Gerät. Beide Geräte tauchen sofort gemeinsam in der App auf, wenn die Reihenfolge oben eingehalten wird.

⚠️ Wenn das Pairing nicht klappt: Lieber einmal den Werksreset wiederholen und dann zügig, aber ruhig wieder genau diese Reihenfolge durchgehen. Das war bei mir nach mehreren Tests der zuverlässigste Weg.

WLAN: nur 2,4 GHz

Im zweiten Schritt richtest du dein WLAN ein. In der App auf „WLAN-Einrichtung“ → manuell SSID + Passwort eingeben → „Fernverbindung herstellen“. Das hat bei mir jedes Mal einwandfrei funktioniert.

⚠️ Aber: Es muss ein 2,4-GHz-WLAN sein, kein 5 GHz. Das ist die häufigste Stolperfalle bei der Inbetriebnahme.

💡 Mein Tipp: Wenn dein Router 2,4 und 5 GHz unter demselben SSID ausstrahlt (FRITZ!Box, Unifi, viele Mesh-Systeme): häng die Anlage an ein eigenes 2,4-GHz-IoT-WLAN. Spart in Zukunft viel Diskussion, wenn neue Sensoren oder Pumpen dazukommen.

Mein Pool

Du musst dir noch ein Konto bei Vigipool anlegen, denn die Kommunikation läuft so: Anlage → dein Heimnetz → Vigipool-Server, und dein Smartphone → Vigipool-Server → Anlage. Sobald oben rechts in der App das grüne Häkchen erscheint, bist du von überall auf der Welt auf deine Anlage zugreifen.

Im Menü „Mein Pool“ trägst du dein Becken ein:

  • Wasservolumen (bei mir ca. 30 m³)
  • Typ: Schwimmbad (oder eben Spa für kleinere Becken – wichtig für den SPA-Modus!)
  • Desinfektion: Chlor
  • Filtermaterial: Glas
  • Beckenstruktur: PVC
  • Abdeckung: Plane (bei mir eine Solarfolie)

Diese Daten sind wichtig, damit die Anlage versteht, wo sie dran hängt – sonst dosiert sie blind.

Durchfluss-Test

Bevor es ans Kalibrieren geht: kurzer Funktionscheck. Wie im Video zu sehen, kannst du das Paddle in der ZeliaPod von Hand drücken, um Durchfluss zu simulieren. Bei mir hat das etwa 10 Sekunden gedauert, bis die Anlage es erkannt hat. Beim Loslassen war’s nach 2 Sekunden klar: kein Durchfluss → keine Dosierung.

Genau so soll’s sein: Ohne Durchfluss dosiert die Anlage nichts. Sonst würde sie bei stehendem Wasser einfach Chemie ins Becken kippen.

Redox-Kalibrierung

Die Redox-Kalibrierlösung von Poolsana ist auf 650 mV bei einer bestimmten Temperatur kalibriert (steht auf dem Etikett als Tabelle). Bei mir waren’s 21 °C, das entspricht laut Tabelle einem zu erwartenden Wert von 640 mV.

Erstmal die Filteranlage am Bypass dichtmachen – Vorteil eines Bypasses: ich kann die Sonden rausziehen, ohne den ganzen Filterkreis zu unterbrechen. Sonde aus der ZeliaPod ziehen, in die Kalibrierlösung tauchen, kurz beruhigen lassen.

Variante 1: am Display

Anlage einschalten und hochfahren lassen, dann 3 Sekunden den Knopf vorne halten → Kalibrierung startet.

     
  • Grün dauerhaft: Toleranz ≤ 50 mV → in Ordnung
  •  
  • Gelb: Toleranz 50 – 150 mV
  •  
  • Rot: über 150 mV → Sonde ist nicht mehr okay

Bei mir hat das Display 650 mV angezeigt. Schöner wäre 640 gewesen, aber das Display ist eher die „grobe Richtungsanzeige“.

Variante 2: über die App (genauer!)

In der App auf Redox → Sollwerteinstellung → Sensorkalibrierung starten → Lösung 650 mV → Kalibrierung starten. Bei mir hat die App 640 mV angezeigt – also deutlich genauer als das Display. Das gefällt mir besser, das ist die Variante meiner Wahl.

Sonde wieder einbauen: ganz rein, ein Stück hoch, festschrauben – fertig.

Manuelle Pumpensteuerung

Das ist hilfreich, wenn du die Leitungen manuell von Hand durchspülen möchtest. Natürlich auch für die Erstinstallation, die Leitungen mit pH‑flüssig oder auch Chlor flüssig initial zu befüllen.

pH-Kalibrierung

Hier kommt das Kalibrierpulver mit dem schicken Becher zum Einsatz: 250 ml warmes Wasser in den Becher, das Pulver einrühren, Temperatur ca. 25 °C ist wichtig.

Filterung wieder am Bypass abschalten, Sonde rausziehen, in die Lösung tauchen.

💡 Mein bevorzugter Trick: Statt in der App auf „Sensorkalibrierung“ zu klicken, drücke ich vorn am Gerät den Kalibrier-Knopf. Sobald die Anlage in den Kalibriermodus geht, zeigt mir die App das automatisch im Hauptmenü an. Spart Klicks, läuft entspannter.

💡 Noch ein Tipp: Du kannst beide Sonden gleichzeitig kalibrieren – beide Sonden in ihre Lösung, beide Knöpfe vorne gleichzeitig drücken. Spart Zeit und ist mein Standardweg.

Die Kalibrierung dauert bis zu 3 Minuten. Danach: Sonde wieder einbauen, fertig.

Tagesdosis-Limit

In der App stellst du ein, wie viel pH-Senker und wie viel Chlor die Anlage maximal in 24 Stunden dosieren darf. Damit verhinderst du, dass eine spinnende Sonde literweise Chemie ins Becken kippt.

Bei mir aktuell:

  • pH-Tageslimit: 0,3 l (Standard für ca. 60 m³, bei meinen 30 m³ schraube ich noch nach unten)
  • Redox-Tageslimit: 1,0 l – aber da habe ich noch keine Langzeiterfahrung. Den Wert beobachte ich über die Saison hin.

👉 Schreib mir gerne in die Kommentare oder bei poolheld.de, welche Werte sich bei dir bewährt haben – ein Langzeitvergleich wäre Gold wert.

pH− auf pH+ umstellen

Werksseitig ist die Orpheo VP auf pH− eingestellt – das, was 95 % der Pools brauchen (pH-Senker). Wenn du pH+ brauchst, geht das so – nur am pH-Modul, das Redox bleibt unberührt:

  • Anlage stromlos schalten, Bypass zu (kein Wasserdurchfluss nötig)
  • pH-Knopf gedrückt halten + Anlage am Seitenschalter wieder einschalten
  • Warten, bis ein „Night Rider“-Lichtspiel auf den LEDs durchläuft
  • Loslassen, dann nochmal drücken und halten → mit jedem Druck wechselst du den Modus
  • Rechts = pH+ (türkis/cyan), Links = pH− (weiß) – die Farbe zeigt dir den aktuellen Modus
  • Im gewünschten Modus stehen lassen, kurz warten, dann durch nochmaliges Drücken bestätigen

Während die Anlage in den neuen Modus bootet, sieht man in der App: WLAN ist weg. Das ist normal – nach dem Wechsel muss das WLAN neu eingerichtet werden, weil dieser Modus-Wechsel auch die Verbindung zurücksetzt.

In der App musst du dich abmelden (Menü oben → „abmelden“), dann zurück zu Bluetooth-Pairing. Sobald die Anlage wieder bereit ist, taucht sie auf, du verbindest dich, und unten in der App steht jetzt „pH+ Regelung“.

Und natürlich: Nach der Umstellung die pH-Sonde nochmal kalibrieren, weil der Sollwertbereich sich verschiebt.

Sonden parallel kalibrieren

Es ist viel schneller, wenn du beim Kalibrieren gleich beide Sonden kalibrierst. Spart dir Zeit im Alltag und das ist ganz sicher hilfreich. 😀 

Erdung

Die Anlage hat einen Erdungsanschluss – ein Kabel reinstecken, mit der Zange verquetschen, an einen Erdungsstab anbringen. Wofür?

Hier geht’s nicht um Stromschläge, sondern darum, dass die feine Messtechnik keine Störspannungen abbekommt. Wasser fließt, Elektronen richten sich aus – und das kann an der Sonde Spannungspotenziale erzeugen, die die Messung verfälschen. Bei mir hatte ich noch nie Probleme – auch nicht bei anderen Dosieranlagen. Aber je nach Montageort kann es nötig sein. Daher die Schraube: nicht aus Pflicht, sondern als Vorsorge.

Das ist übrigens das gleiche Prinzip wie die Erdung deiner Pooltreppe oder deines Stahlmantels.

Apple Watch & Freigabe

Coole Bonus-Entdeckung: Im App Store gibt’s Vigipool Watch für die Apple Watch. Auf dem Handgelenk siehst du ORP, pH und sogar die Pooltemperatur. Letztere ist in der Hauptansicht der App aktuell nicht sichtbar – die Watch verrät’s. Cool.

In den App-Einstellungen kannst du den Pool an andere Vigipool-Konten freigeben – z. B. an Eltern, Schwiegereltern, Familienmitglieder. So kann jemand aus der Ferne nach dem Rechten sehen, wenn du im Urlaub bist.

💡 Empfohlene Grundeinstellung: Geh in der App auf Einstellungen → Benachrichtigungen und schalte sie an. Auf deinem Handy musst du sie zusätzlich erlauben. So bekommst du alles mit – Sondenfehler, Tagesdosis-Limit erreicht, Behälter leer, alles.

Wartung & Winter

Im Sommer ist die Anlage praktisch wartungsfrei. Was du auf dem Schirm haben solltest:

  • Sonden mindestens einmal pro Saison neu kalibrieren (am besten Hochsaison, Juli)
  • Dosierschläuche sichtprüfen und mit etwas Silikonfett geschmeidig halten
  • Saugglocken im Kanister: Belüftungsdeckel müssen frei sein, sonst Vakuum
  • Sonden niemals trocken lagern! Im Winter raus, in Kaliumchloridlösung lagern
  • Vor dem Einwintern: Leitungen mit lauwarmem Wasser durchspülen, dann Überwinterungsmodus in der App aktivieren

Verstopfte Düsen

Das Dauer-Thema bei jeder Dosieranlage: Die Injektionsdüsen in der ZeliaPod können mit der Zeit kristallisieren, vor allem bei Flüssigchlor mit hoher Konzentration. Was bei mir hilft:

  • Saisonstart mit Multitabs, um den Cyanursäurewert aufzubauen → stabilisiertes Chlor lässt die Redox-Werte ruhiger laufen
  • Antikalk-Additiv direkt in den Flüssigchlor-Kanister kippen – verhindert Kristallisation in den Schläuchen
  • Einmal jährlich Injektoren ausbauen, in Essigsäure baden, durchspülen

Fazit

Die Vigipool Orpheo VP ist die logische Weiterentwicklung der klassischen Dosieranlagen: gleiche solide CCEI-Hardware, aber mit WLAN, App-Steuerung, Apple-Watch-Integration und intelligenten Sicherheits-Features wie dem Tagesdosis-Limit. Wer die App-Anbindung einmal kennengelernt hat, will nicht mehr zurück.

Was du wissen solltest, bevor du loslegst:

  • WLAN nur 2,4 GHz – plan ein eigenes IoT-Netz ein
  • Werksreset und Master-Slave-Kopplung verstehen, sonst stehst du vor blinkenden LEDs
  • Sonden vorsichtig einsetzen – die sind aus empfindlichem Glas (frag mich, ich weiß, wovon ich rede)
  • Bypass ist kein „Nice to have“, sondern Pflicht – Wartung wird ohne Bypass zur Qual

Wer das hinkriegt, hat eine wartungsarme, smarte Dosieranlage, die im Sommer wirklich Zeit zurückgibt. Und im Urlaub die Sicherheit gibt, dass der Pool nicht kippt – mit Push aufs Handy oder direkt aufs Handgelenk.

Deine Meinung

Hast du die Orpheo VP schon im Einsatz? Welche Tagesdosis-Limits haben sich bei dir bewährt? Kannst du Werte für unterschiedliche Beckengrößen teilen? Schreib’s mir in die Kommentare – ich lese alles und antworte auch.

Bleib am Gas.

– Tom

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