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POOLSANA Pilot: "der Randreiniger"
Warum der Pilot heißt, weiß ich weiterhin nicht – fliegen kann der auf jeden Fall nicht. Viel besser würde „Randreiniger“ passen. Denn das war für mich die eigentliche Überraschung an diesem Gerät: Er hat einen eigenen Modus nur für die Wasserlinie, und der ist so gut, dass ich beim Abendessen sitzen geblieben bin und ihm zugeschaut habe. Der klebt da oben richtig fest am Rand. Später mehr.
Knopf drücken, Roboter ins Wasser – machen lassen. Der Pilot reinigt dir Boden, Wand und Wasserlinie, wiegt mit 7,8 kg deutlich weniger als gedacht.
Vier Programme, die im Schnitt alle hervorragend funktioniert haben. Ich hab’ ihn in meinem Ovalpool laufen lassen, jeden einzelnen Modus mit der Stoppuhr begleitet und schau ihn mir hier für dich in Ruhe an.
Auspacken & Lieferumfang
Der Karton ist erfreulich unspektakulär – und genau das mag ich. Drin liegt folgendes:
- der POOLSANA Pilot selbst
- das Netzteil / Ladegerät (60 W)
- ein Bergehaken, den du an eine Teleskopstange steckst
- die Bedienungsanleitung plus eine separate Schnellstartanleitung
Mein Gerät war innen noch feucht. Das wird bei dir nicht der Fall sein.
Der Bergehaken ist drin – du benötigst aber noch eine Teleskopstange. Die ist da natürlich nicht dabei.
💡 Lies die Schnellstartanleitung wirklich einmal durch, bevor du loslegst. Die Bedeutung der LED‑Farben. Das ist gut zusammengefasst.
Inbetriebnahme & Laden
Die Schutzkappe der Ladebuchse. Der Roboter hat seitlich eine Gummikappe über dem Ladeanschluss. Die ist nicht Deko – die muss beim Einsatz im Wasser sauber und fest sitzen, die Gummidichtung ist das Einzige, was zwischen Poolwasser und Elektronik steht. Kappe ab zum Laden, Kappe drauf vorm Baden. 😀
- Ladegerät in eine FI-geschützte Steckdose stecken – im Innenraum und mindestens 1,5 m vom Poolrand entfernt.
- Schutzkappe abziehen, Ladestecker anschließen – der Stecker hat eine feste Position, also nicht mit Gewalt reindrücken!
- Voll laden lassen: Bei mir 3 Stunden 25 Minuten von leer auf voll
- Kappe wieder drauf, Stecker weg.
- Power-Taste 3 Sekunden gedrückt halten – der Pilot geht an.
- Jetzt zählt’s: Binnen 30 Sekunden muss er ins Wasser.
💡 Der Pilot hat einen Trockenlauf-Schutz. Der fährt also nicht plötzlich außerhalb vom Pool los.
Ein Knopf "to rule them all"
Du benötigst kein Handy. Alles Wesentliche stellst du mit einer einzigen Taste ein. Lang drücken (3 s) schaltet ein, kurz drücken wechselt den Modus.
- Komplettmodus – der Rundum-sorglos-Gang: Wände → Boden → Wände → Boden, und das immer weiter, bis der Akku leer ist.
- Bodenmodus – nur der Boden. Der Alltagsmodus für „Da liegt halt wieder Sand drin“. Und ganz ehrlich: Nach all den Tests bleibt der Boden der wichtigste Schmutzbereich im Pool.
- Wandmodus – nur die Wände.
- Wasserlinienmodus – der fiese Rand oben, wo sich Fettfilm und Pollen sammeln. Sein, für mich, spannendster Modus 😉
Beim Einsetzen achte immer (und bei jedem Poolroboter) darauf, dass möglichst viel Luft aus dem Gehäuse entweichen kann. Darum schräg reinhalten und leicht untertauchen.
Reinigungsdauer
Jeder Modus einzeln, jedes Mal mit vollem Akku, damit die Zeiten wirklich vergleichbar sind. Zeitraffer mitlaufen lassen, Stoppuhr an. Das kam raus:
- Komplettmodus: 2 Stunden 55 Minuten
- Bodenmodus: 2 Stunden 45 Minuten
- Wandmodus: 2 Stunden 15 Minuten
- Wasserlinienmodus: 2 Stunden 5 Minuten
Der Hersteller gibt 2 bis 2,5 Stunden an – das wird sich über die Jahre dann mit dem schwächer werdenden Akku auch einstellen. Darum sind meine Werte logischerweise nur, wenn er komplett neu ist.
👉 Was das für deinen Poolalltag heißt: Mit einer Ladepause von gut drei Stunden dazwischen schaffst du maximal zwei Programme pro Tag. Morgens laufen lassen, mittags laden, abends noch einmal reinschicken – das ist die realistische Obergrenze. Wer mehr will, ist bei einem Kabelroboter besser aufgehoben; das ist einfach die Physik des Akkus.
Das Reinigungsergebnis ist top. Und was mich bei einem Ovalpool immer am meisten interessiert: Die Rundungen macht er problemlos mit. Das liegt an den zwei getrennt angesteuerten Raupenbändern: Er dreht auf der Stelle wie ein Panzer, statt umständlich rangieren zu müssen. Spart einfach Zeit und damit Kraft.
Der wahre Randreiniger 😂
Der Wasserlinienmodus ist mein !Highlight! an dem U‑Boot-Piloten. Ich habe beim Abendessen gesessen und ihm einfach zugeschaut, wie er oben am Rand entlangfährt – der klebt da richtig fest und arbeitet die Wasserlinie Meter für Meter ab. Für das Video hab’ ich den Ton der Videoaufnahme weggeschnitten. Aber es hat schon am Tisch genervt, wie begeistert ich von dem Randkletterer war. 😀
Warum mich das so abholt: Der Rand ist der unterschätzte Schwachpunkt von jedem Pool. Da sammelt sich alles, was oben schwimmt – Fettfilm von Sonnencreme, Pollen, Staub. Der wird schnell dreckig, und normalerweise musst du da regelmäßig von Hand mit dem Schwamm entlang. Genau diese Arbeit nimmt dir der Pilot ab, und zwar gezielt und nicht „nebenbei, wenn er zufällig mal hochkommt“.
👉 Mein Rat an alle anderen Hersteller: Baut diesen Modus bitte auch ein. Das ist eine saugute Idee – und ich hätte sie gerne schon vor Jahren gehabt!!
Ehrlich bleiben: Er kann sich auch mal dumm anstellen
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Wie bei jedem Poolroboter kann es passieren, dass er sich verfährt. Bei mir war das im Bodenmodus so: Wenn er in der Rundung nicht sauber an die Wand kommt, rutscht er so lange an der Wand entlang, bis ihn die Seitenschiene oder eine Falte in der PVC-Folie festhält. Dann steht er da.
Das ist kein Pilot-Problem – das kommt bei Kabelrobotern genauso vor. Es ist am Ende ein Software-Thema, und ab Werk ist das schon top programmiert. Nachbessern kann der Hersteller über Firmware-Updates per App.
Automatisches Parken
Nach jedem Programm fährt er am Ende selbstständig an den Rand und positioniert sich dort. Nicht nur, wenn der Akku leer ist – sondern wenn er fertig ist. Die LED blinkt dabei gelb (Parken läuft) und leuchtet danach dauerhaft gelb (Parken abgeschlossen).
Halte ihn beim Herausziehen und danach senkrecht, damit das Wasser sauber ablaufen kann. Er wiegt trocken 7,8 kg – mit Wasserfüllung merkst du das im Kreuz. Und ehrlich: Die 2,4 kg weniger gegenüber dem C11P merkt man an genau dieser Stelle richtig deutlich.

POOLSANA C11P Gen 2 Pathfinder – Akku-Poolroboter
10.400 mAh – in knapp über 3 Stunden vollgeladen fährt er fast 6 Stunden durch deinen Pool! Meg!
Die LED-Betriebsanzeige verstehen
Der Pilot ist sehr kommunikativ – er redet mit dir über Farbe, Blinken und Piepton.
| Symptom | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Roboter startet nicht | Akku leer | Akku vollständig laden |
| Roboter startet nicht, LED dauerhaft rot | Trockenlauf-Alarm | Aus- und wieder einschalten, dann binnen 30 Sekunden ins Wasser setzen |
| Roboter startet nicht, LED rot blinkend | Impeller blockiert | Riemen, Räder und Impeller auf Blockaden prüfen und freimachen |
| Fährt im Kreis oder wendet nicht | Filterkorb verstopft; Riemen, Räder oder Impeller blockiert; Antriebsmotor defekt | Filterkorb reinigen, Blockaden entfernen; bleibt es dabei, Kundendienst kontaktieren |
| Bleibt an der Wand oder in der Rundung hängen | Seitenschiene oder Falte in der Folie hält ihn fest | Von Hand befreien, Firmware-Stand in der App prüfen und ggf. aktualisieren |
| Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen | Impeller locker oder Steinchen im Impeller | Impeller prüfen, Fremdkörper entfernen, festen Sitz kontrollieren |
| Schlechte Reinigungsleistung | Filterkorb verstopft, voll oder falsch eingesetzt | Filterkorb leeren, ausspülen und korrekt einsetzen |
| Klettert die Wände nicht hoch | Filterkorb voll; Impeller blockiert; Poolwand zu rutschig oder veralgt | Filterkorb leeren, Impeller freimachen, Poolwand reinigen |
| Bewegt sich sehr langsam | Filterkorb verstopft; Wassertemperatur unter 5 °C | Filterkorb reinigen; Roboter nur innerhalb der zulässigen Wassertemperatur einsetzen |
| Fährt nicht in die Parkposition | Sensor verschmutzt | Sensor vorsichtig reinigen |
| Arbeitet nicht normal im Wasser | Luft im Gehäuse eingeschlossen | Roboter am Rand senkrecht eintauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen |
| Lädt nicht | Akkuschutz bei zu großer Hitze oder Kälte; Ladekontakt gestört; Gerät defekt | Bei 5–35 °C im Innenraum laden, Ladekontakt und Stecker prüfen; sonst Kundendienst kontaktieren |
| App verbindet sich nicht | Bluetooth aus; zu große Entfernung; fehlende App-Berechtigungen; Roboter im Wasser | Bluetooth einschalten, näher rangehen, Berechtigungen erteilen oder App neu installieren, Roboter aus dem Wasser nehmen |
👉 Wenn du dir nur zwei Zeilen merkst, dann diese: Gelb heißt „ich bin fertig und warte an der Wand auf dich“ – das ist die gute Nachricht. Rot heißt „hol mich raus und schau nach“ – entweder Trockenlauf (dauerhaft) oder was klemmt im Impeller (blinkend). Der Rest rund ums Laden erklärt sich von selbst.
UBoter-App
Für die Feinjustierung gibt’s die UBoter-App, und die ist POOLSANA-gebrandet, sehr clean und optisch richtig schön gemacht. Gefällt mir. Macht mich fast ein wenig neidisch, dass da nicht TomTuT oder Poolheld steht. 😀
OMG meine Fresse – JETZT kapier’ ich beim Tippen, warum der Pilot heißt 😀
UBoter klingt verdächtig nach U-Boot. Das ist der U‑Boot-Lotse – also einfach „PILOT“. Vielleicht ist der Name also gar nicht so aus der Luft gegriffen, wie ich anfangs dachte. 😂
Verbunden wird per Bluetooth, und du benötigst dafür ein kostenloses Konto.
Was du in der App einstellst:
- die Poolform und die Innenverkleidung
- den Reinigungsmodus
- die Reinigungsdauer
- Anzeige vom Akkustand und Verwaltung der Geräteeinstellungen
Die App konfiguriert den Roboter, sie steuert ihn nicht. Funk geht unter Wasser schlicht nicht – die Bluetooth-Verbindung bricht unter Wasser ab.
💡 Firmware-Updates gehen – und das finde ich wichtig. Das läuft laut Anleitung per OTA über die App und nur mit angeschlossenem Strom bzw. geladenem Akku. Also nicht zwischen Tür und Angel mit 12 % Restakku anstoßen – so killt man sich Geräte. Genau darüber kann der Hersteller aber auch das Fahrverhalten nachbessern, siehe oben.
Unterm Strich: Für mich ist die App beim Pilot Kür, nicht Pflicht. So schön die auch ist, für das Firmware-Update aktuell der einzig sinnvolle Nutzen. Aber das ist auch ausreichend!
Wartung: der Filterkorb
- Gehäuse oben leicht nach vorne ziehen – dann öffnet sich der Deckel.
- Deckel komplett abnehmen – der geht ganz ab, also zwei Teile in der Hand. Klingt nach Kleinkram, macht das Reinigen aber deutlich leichter.
- Korb am Bügel von oben herausziehen (Top-Load, sehr angenehm – du musst den Roboter nicht umdrehen).
- Mit dem Gartenschlauch gründlich ausspülen.
- Korb zurück, Deckel drauf, zudrücken. Fertig.
Spül ihn aus, bevor der Dreck antrocknet. Angetrocknete Pollen, Algen und Sand setzen sich im 180-µ-Gewebe fest und gehen dann nur noch mit Gewalt raus.
💡 Ein voller oder verstopfter Filterkorb ist die Ursache Nummer eins für gefühlte Defekte. „Er kommt die Wand nicht mehr hoch“, „er fährt so langsam“, „er reinigt schlecht“ – in den meisten Fällen ist es schlicht der Korb. Deshalb steht er in der Fehlertabelle weiter unten auch gefühlt überall drin.
Winterlagerung & Akku-Pflege
Beim Akku-Roboter entscheidet die Einlagerung darüber, wie lange du was von ihm hast. Das ist kein Hexenwerk, aber du musst es einmal richtig machen:
- Wasser komplett raus und trocknen lassen.
- Filterkorb reinigen und auch richtig trocknen lassen, bevor du ihn zurücksetzt.
- Lagerung im Innenraum bei 5 bis 35 °C – nicht in der ungeheizten Gartenhütte, nicht im Frost.
- Alle 3 Monate auf 40–60 % laden. Kalendereintrag machen, sonst vergisst du’s garantiert.
- Nicht voll und nicht leer lagern. Beides killt Lithium-Ionen-Akkus auf Dauer.
Fehlerbehebung kompakt
Eine zusammengefasste Tabelle aus der Anleitung:
| Symptom | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Roboter startet nicht | Akku leer | Akku vollständig laden |
| Roboter startet nicht, LED dauerhaft rot | Trockenlauf-Alarm | Aus- und wieder einschalten, dann binnen 30 Sekunden ins Wasser setzen |
| Roboter startet nicht, LED rot blinkend | Impeller blockiert | Riemen, Räder und Impeller auf Blockaden prüfen und freimachen |
| Fährt im Kreis oder wendet nicht | Filterkorb verstopft; Riemen, Räder oder Impeller blockiert; Antriebsmotor defekt | Filterkorb reinigen, Blockaden entfernen; bleibt es dabei, Kundendienst kontaktieren |
| Bleibt an der Wand oder in der Rundung hängen | Seitenschiene oder Falte in der Folie hält ihn fest | Von Hand befreien, Firmware-Stand in der App prüfen und ggf. aktualisieren |
| Ungewöhnliche Geräusche oder Vibrationen | Impeller locker oder Steinchen im Impeller | Impeller prüfen, Fremdkörper entfernen, festen Sitz kontrollieren |
| Schlechte Reinigungsleistung | Filterkorb verstopft, voll oder falsch eingesetzt | Filterkorb leeren, ausspülen und korrekt einsetzen |
| Klettert die Wände nicht hoch | Filterkorb voll; Impeller blockiert; Poolwand zu rutschig oder veralgt | Filterkorb leeren, Impeller freimachen, Poolwand reinigen |
| Bewegt sich sehr langsam | Filterkorb verstopft; Wassertemperatur unter 5 °C | Filterkorb reinigen; Roboter nur innerhalb der zulässigen Wassertemperatur einsetzen |
| Fährt nicht in die Parkposition | Sensor verschmutzt | Sensor vorsichtig reinigen |
| Arbeitet nicht normal im Wasser | Luft im Gehäuse eingeschlossen | Roboter am Rand senkrecht eintauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen |
| Lädt nicht | Akkuschutz bei zu großer Hitze oder Kälte; Ladekontakt gestört; Gerät defekt | Bei 5–35 °C im Innenraum laden, Ladekontakt und Stecker prüfen; sonst Kundendienst kontaktieren |
| App verbindet sich nicht | Bluetooth aus; zu große Entfernung; fehlende App-Berechtigungen; Roboter im Wasser | Bluetooth einschalten, näher rangehen, Berechtigungen erteilen oder App neu installieren, Roboter aus dem Wasser nehmen |
👉 Wenn nichts davon greift, geh nicht selbst mit dem Schraubendreher ran – der Kundendienst ist unter info@poolsana.de erreichbar. Und ja, das hat auch einen Garantie-Grund, dazu gleich.
Fazit
Wenn ich den POOLSANA Pilot auf einen Satz eindampfen soll: Ein leichter, simpel zu bedienender Akku-Roboter mit dem Higlight: der Randmodus 😉
Der Rand bzw. die Wasserlinie ist der unterschätzte Schwachpunkt jedes Pools. Vor allem ein neuer Poolheld ärgert sich im 2. oder 3. Jahr über den Poolrand. Am Anfang glaubt das einfach fast keiner! Er wird am schnellsten dreckig, und am besten gehst du da regelmäßig von Hand mit dem Schwamm entlang. Oder diese Arbeit vom Pilot übernehmen lassen. Auf Knopfdruck! – Das gehört eigentlich in jeden Poolroboter, nicht nur in diesen.
Aber auch der Boden bleibt der wichtigste Bereich, keine Frage. Aber der eigene, intensive Rand-Modus ist eine saugute Idee.
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